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Andacht

 

Liebe Leserinnen und Leser!
Manchmal habe ich mich in den letzten Wochen sehr eingeengt gefühlt,
wie eingesperrt. Dies war verboten, das war nicht erlaubt. Vieles, was
sonst normal war, ging mit einem Mal nicht mehr. Nun werden einige
Corona-Schutzbestimmungen gelockert. Aber es wird noch dauern, bis
unser Leben wieder normal verläuft. Und dieses Gefühl der Lähmung hat
sich tief eingeprägt bei mir.
Um so schöner war es darum, endlich wieder freier
leben zu können. Die ersten Gottesdienste, die wir
zusammen gefeiert haben, waren ganz besonders. Wir
haben draußen unter den Linden bei der Kirche
gesessen, haben gesungen und miteinander gebetet.
Und da habe ich mich wieder frei gefühlt. Die Gemeinschaft, das
Miteinander, hat mich frei gemacht. Eigentlich ist das doch seltsam:
Viele mussten nun ganz allein sein. Allein sein aber macht nicht frei. Und
jetzt, wo wir wieder mehr und mehr zusammen sein dürfen, da fühlen
wir uns frei. Doch genau so ist es: Erst bei dem anderen, der mich liebt,
bin ich frei. Denn bei ihm bin ich geborgen. Das ist ja das Wichtige an
unserem christlichen Glauben: Wir sind geborgen und getragen in einer
Gemeinschaft, in der Gemeinschaft untereinander und in der
Gemeinschaft mit Gott. Gott liebt uns. Darum müssen wir nicht ständig
um seine Liebe kämpfen. Weil andere uns halten und manchmal auch
aushalten, fühlen wir uns in der Gemeinde geborgen.
Die Pfingstgeschichte erzählt von Gottes Geist, der uns freimacht. 50
Tage nach Ostern, nach Jesu Auferstehung, sind die Jünger zusammen.
Jesus ist nun im Himmel beim Vater. Er ist nicht mehr da. Wie soll es nun
weitergehen? Eingeengt in einem Haus warten sie. Plötzlich kommt
Gottes Geist über sie. Sie fühlen sich stark und getragen. Sie sind frei und
können zu den anderen Menschen gehen. Allen erzählen sie begeistert
von Gottes großer Liebe. Seitdem weht Gottes Geist überall und zu allen
Zeiten. Er weht auch in dieser Corona-Krise. In all dem, was einengt und
lähmt, lässt Gott immer wieder Freiheit wachsen. Er hilft uns, die Fesseln
abzulegen und wieder frei durch das Leben zu gehen.
Ich wünsche euch allen in den nächsten Wochen viele Momente, die von
Gottes Geist erfüllt sind.
Frohe Pfingsten, Pastor Peter Schuchardt