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Andacht

Liebe Leserinnen und liebe Leser!


„Seht die gute Zeit ist nah, Gott kommt auf die Erde!“ - mit diesem Adventslied erwarten wir voller Freude und Sehnsucht die Ankunft des Gottessohnes in unserer unruhigen Welt. Werden wir an diesem Weihnachtsfest Liebe und Frieden spüren können? Werden wir Zuversicht für unser Leben gewinnen? Und wie weit trägt die Weihnachtsfreude in unseren Alltag hinein?


Ich wünsche mir, dass mein Glaube ein fester Halt im neuen Jahr ist, der all meine Fragen und Zweifel überwindet: Werde ich die Anforderungen des neuen Jahres bewältigen? Wird meine Gesundheit mitmachen? Bekomme ich Klarheit in meinen Lebensfragen?


Mein Glaube ist für mich wie ein Rettungsanker oder wie ein Leuchtturm, wenn ich zu versinken drohe und nicht mehr weiter weiß, wenn Angst und Dunkel sich um mich ausbreiten. Dann brauche ich Jesu Zuspruch: „Hab keine Angst! Lass dich nicht entmutigen! Vertraue!“ Aber da fängt es dann an mit meinem Zweifeln, mit meinem Unglauben. Wirklich, frage ich mich, hilft Jesus wirklich? Kann er meine Krankheit heilen? Wird er dafür sorgen, dass ich in den Herausforderungen des neuen Jahres bestehe? Wird er den Klimawandel aufhalten können? Es gibt doch genug Erfahrungen, die uns
zweifeln lassen: Der frühe Tod eines lieben Menschen oder eine schlimme Diagnose. Können wir da noch glauben?


„Ich glaube, hilf meinem Unglauben“ (Mk 9,24) – die Jahreslosung begleitet uns durch das Jahr 2020. Ein verzweifelter Vater bittet Jesus um die Heilung seines Sohnes. Er würde so gerne darauf vertrauen, dass Jesus helfen kann, doch er traut seinem Glauben nicht viel zu. Darum seine Bitte: „Hilf meinem Unglauben.“


Auch wir brauchen jemanden, der uns wieder eine Tür öffnet, um Vertrauen zu wagen. „Ich glaube, hilf meinem Unglauben“: Wenn du zweifelst, dann wirf dich mit deinem ganzen Zweifel in die Arme Jesu, selbst wenn du nicht glauben kannst, dass das etwas bringen mag. Tu es trotzdem! Jesus wird dich auffangen. Er hört deine Schreie. Er hilft dir zu vertrauen, zu glauben.

Dietrich Bonhoeffer sagt es so: „Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen.“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch ein vertrauensvolles, gesegnetes neues Jahr!


Ihre/Eure Pastorin Wiltraud Schuchardt