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Andacht

 

Als Titelbild für diese Ausgabe habe ich die Abbildung des „neuen Jerusalems“ ausgewählt. Es stammt aus dem 17. Jahrhundert und hängt unter der Empore in unserer Kirche. Der dazu gehörende Bibeltext wird oft am Ewigkeitssonntag im Gottesdienst gelesen.


Unsere Lebenszeit hier ist begrenzt. Wir sind auf dieser Erde nur Gast. Unser christlicher Glaube ist geprägt von der Gewissheit, dass wir nach unserem Tod bei Gott in seiner Ewigkeit geborgen bleiben.


Der Seher Johannes, der wohl die gewaltsame Zerstörung der Stadt Jerusalem durch die Römer miterlebt hat, konnte sich diese Geborgenheit nur als neue Erde und neues Jerusalem vorstellen. Seine Vorstellung ist menschlich. Und dennoch, wie die Ewigkeit aussieht, wusste Johannes nicht, und wir wissen es auch nicht.


Unendlich traurig sind wir, wenn ein Angehöriger oder ein guter Freund gestorben ist. Wir mögen und können uns ein Leben ohne diesen lieben Menschen nicht vorstellen und wissen auch nicht, wie wir unser Leben danach gestalten sollen. Viele Menschen in unserer Gemeinde mussten in diesem Jahr von Angehörigen und Freunden Abschied nehmen. Die Familie, unsere Pastoren, Hospiz- und Trauergruppen können nur einen Teil des Schmerzes lindern. Trauer braucht seine Zeit. Trauer braucht seinen Ort. Trauer heißt lernen, weiter zu leben in dieser Welt und ihre Schönheit wieder neu zu sehen und anzunehmen.


Jesus Christus spricht: „Ich bin das Licht der Welt“ und: “Ich lebe, und ihr sollt auch leben“. Als sichtbares Zeichen zünden wir für jeden unserer Verstorbenen eine Kerze im Gottesdienst an. Und wir dürfen darauf vertrauen, dass unsere lieben
Toten bei Christus geborgen sind und uns hier weiterhin unsichtbar begleiten.


Ich wünsche Ihnen, dass Sie auch in der dunklen Jahreszeit immer genügend Licht haben und die gute Schöpfung unseres Gottes auch in der Trauer und im Leid erkennen können.


Johannes Hahn