Nachrichten

Meditationsweg zu den "Perlen des Glaubens"

mehr...

alle anzeigen

Nachrichten

08.06.2021: "Weit wie das Meer ist Gottes große Liebe"

mehr...

alle anzeigen

Veranstaltungen

21.06.21 16:00 Uhr: Andacht zur Sommerzeit für Senioren

mehr...

Spendenprojekte

Ausreinigung und Sanierung unserer Orgel

mehr...

alle anzeigen

Andacht


Liebe Leserinnen und Leser!

Das Jahr steht auf der Höhe, die große Waage ruht.
Nun schenk uns deine Nähe und mach die Mitte gut.
Herr, zwischen Blühn und Reifen und Ende und Beginn
lass uns dein Wort ergreifen und wachsen auf dich hin.

Mit den Sommermonaten liegen die schönsten Tage im Jahr vor uns. Bald ist der Johannistag, der 24. Juni. Die Abende sind mild, fröhlich, lebendig, hell und licht!  Die Nächte währen nur kurz. Am Tag blühen die Blumen herrlich. Das Korn hat seine Ähren angesetzt. Doch die Erntezeit für Rhabarber und Spargel ist bereits vorbei. Zeitlich stehen wir zwischen dem vergangenen und dem kommenden Weihnachtsfest. Vor dem Altar und von der Kanzel hängen die grünen Antependien. Es ist die Farbe der lebenden Natur. Sie steht für Hoffnung, Wachstum und Reife.

 

Für mich passt der Choral „Das Jahr steht auf der Höhe“ von Pastor Detlev sehr gut dazu. Grundlage ist die Melodie „Wie lieblich ist der Maien“. Ein Gesang, den ich hier in Bredstedt kennengelernt habe und der mir sofort ins Ohr gegangen ist.

 

Die Verse verbinden das Werden der Natur mit dem Lauf des Lebens. Gerade in dieser Zeit des Aufatmens, des Genießens und der Freude wird der Blick auf die dunklen Monate und auf das Lebensende gerichtet. Gott hat uns das Leben verliehen. Wir dürfen uns über seine Schöpfung freuen und sollen sie bewahren. Gott kennt jedoch auch unseren Kummer, unser Leid und unsere Furcht. Dann trauert er mit uns und spendet Trost und Hoffnung. So wird das Lied zu einem Gebet:

 

„Kaum ist der Tag am längsten, wächst wiederum die Nacht. Begegne unseren Ängsten mit deiner Liebe Macht. Das Dunkle und das Helle, der Schmerz, das Glücklichsein nimmt alles seine Stelle in deiner Führung ein.

Das Jahr lehrt Abschied nehmen schon jetzt zur halben Zeit. Wir sollen uns nicht grämen, nur wach sein und bereit, die Tage loszulassen und was vergänglich ist, das Ziel ins Auge fassen, das du, Herr, selber bist.

Du wächst und bleibst für immer, doch unsre Zeit nimmt ab. Dein Tun hat Morgenschimmer, das unsere sinkt ins Grab. Gib, eh die Sonne schwindet, der äußre Mensch vergeht, dass jeder zu dir findet und durch dich aufersteht.“

 

Gottes Wort gilt! Durch seinen Sohn Jesus Christus hat er uns das Leben bei ihm zugesichert. Vertrauen wir mit Gewissheit darauf. Gemeinsam mit unseren Pastoren wünsche ich Ihnen einen gesegneten Sommer mit schönen Gottesdiensten, in denen die herrlichen Choräle wieder gemeinsam ertönen.

Ihr Johannes Hahn